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Seit vielen Jahren gibt es nun die Frauenservicestelle "die
Tür" in Mattersburg und Eisenstadt. "Die Tür"
ist ein Verein, dessen Obfrau Gertrude Spieß ist.
Die offene Tür in unserem Firmenzeichen ist ein
Symbol, das Frauen ansprechen soll, die Rat, Unterstützung,
Hilfe oder einfach Kontakt suchen. Denn von Anfang an stand eines
fest: die Tür will für alle Frauen offen sein,
unabhängig von ihrem Alter, ihrer Berufsbildung, ihrem Stand
und ihrer finanziellen Lage.
Die Unterstützung soll rasch und unbürokratisch erfolgen,
und wir wollen alles tun, um die Schwelle vor dieser Tür so
niedrig wie möglich zu halten.
Eine Hilfe dazu ist, daß sich Frauen wieder direkt an Frauen
wenden können.
Wenn man einmal genauer hingesehen hat, gibt es mehrere erkennbare
Problemfelder besonders für die Situation der Frauen
und einiges davon ist spezifisch für die Situation im
ländlichen Raum:
- die Arbeitsmarktlage für Frauen
- die stärker fixierten Rollenbilder und die soziale Benachteiligung,
wenn sie nicht erfüllt werden können,
- die eingeschränkten Möglichkeiten, sich zu entwickeln
durch Weiterbildung und Kontakte,
- und der Mangel an Information über kompetente Hilfe.
Da ist eine Stelle gefragt, wo die Frau zuerst einmal nur erzählen
kann, sich aussprechen, ohne schon wissen zu müssen, an welchem
Problem sie leidet, wo sie hoffen kann, verstanden zu
werden.
Alle Mitarbeiterinnen sind in die Schweigepflicht einbezogen. Egal, wem man sich anvertraut, auch wenn es nur eine Anfrage am Telefon ist, der Fall bleibt vertraulich und unter uns.
Das Erstgespräch bringt für die Klientinnen oft schon eine spürbare Erleichterung, weil es ihnen gut tut, jemandem das aufgestaute Leid mitteilen, es mit jemandem teilen zu können. Für uns ist das erste Gespräch sehr wichtig zur Einschätzung der Situation. Dabei klären wir auch, was die Klientin schon versucht hat, um ihr Problem zu lösen, ob es körperliche Beschwerden gibt, bei welchen Institutionen sie schon vorgesprochen hat, aber auch, wo die gut funktionierenden Seiten ihrer Situation liegen und wo sich Auswege anbieten.
Wir beraten uns und entscheiden, welche Betreuung wir selbst der Klientin anbieten können, oder ob wir an eine der Institutionen, mit denen wir zusammenarbeiten, weitervermitteln.
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